ÜBER MICH
Alles auf Anfang
Klassenclown wäre zu hoch gegriffen. Aber schon zu Schulzeiten konnte ich meine Klappe nicht halten, riskierte den ein oder anderen Verweis und so war der weitere Weg wohl ein Stück weit vorgezeichnet.
Meine ersten beruflichen Gehversuche unternahm ich dann beim Lokalradio, irgendwie logisch, wählte für meine Ausbildung zum Redakteur (Volontariat) aber doch eine Zeitung. Bis heute bin ich überzeugt: Das journalistische Handwerk lernt man am besten im Lokalen. Denn die spannendsten Geschichten liegen im Grunde auf der Straße. Man muss nur hinschauen.
Später zog es mich zum Studium der Staats- und Politikwissenschaften an die Universität Passau und weiter nach Brüssel, mitten hinein ins Hamsterrad der EU-Institutionen. Als PR-Referent im Team eines Abgeordneten schrieb ich Pressemitteilungen, soufflierte bei TV- und Radioaufnahmen und produzierte Multimedia-Content für diverse Kanäle. Vor allem aber blickte ich hinter die Kulissen der internationalen politischen Arenen, was nicht nur ungemein spannend war, sondern sich auch noch als sehr wertvoll herausstellen sollte. Und natürlich verpasste ich nur wenig Rooftop-Partys. Denn wo knüpft man die wichtigsten Kontakte? Genau.
Zurück im Journalismus profitierte ich enorm von diesem Netzwerk und von meinen Erfahrungen. Als EU-Korrespondent berichtete ich für Table.Briefings aus Brüssel, Straßburg und Luxemburg sowie von Delegationsreisen und politischen Konferenzen weltweit. Den Newsletter über Europapolitik hatte ich für das Fachmagazin aus Berlin zuvor mit aufgebaut und lernte dabei diese noch recht neue Form des Qualitätsjournalismus kennen und schätzen. In dieser Zeit erarbeitete ich mir ein vertieftes Wissen in Energie-, Klima-, Agrar- und Umweltthemen.
Daneben war ich als Reporter und Producer für den Westdeutschen Rundfunk in Köln tätig. Ich nutzte die Möglichkeiten des zweitgrößten Senders Europas und erstellte Zielgruppen-orientierte Beiträge in Ton, Bild und Text, arbeitete für den Newsroom und die Wissenschaftsredaktion, trat in TV- und Radiosendungen auf und co-konzipierte ein neues, multimediales Story-Format für die Webseite. Parallel erreichte eine private Video-Dokumentation von einer Radreise ans Nordkap innerhalb kürzester Zeit 250.000 Aufrufe auf YouTube.
Dann: Perspektivenwechsel. Mit meinem Umzug in die Schweiz tauschte ich auch die Seite, wenn man so möchte, und trat eine Stelle als Pressesprecher und Kommunikationsberater beim WWF Schweiz an. Hierbei half mir mein zuvor erworbenes Wissen im Umweltbereich und so erarbeitete ich Kommunikations-Strategien, beriet die Fachabteilungen, verfasste Pressmitteilungen, gab Radio- und TV-Interviews, moderierte Podiumsdiskussionen, Großveranstaltungen und Pressekonferenzen, unter anderem im Bundesmedienzentrum in Bern. Gemeinsam mit tollen Teams lancierte und verfolgte ich Kampagnen, platzierte Themen in den Medien und verfasste eigene Beiträge, etwa für das WWF-Mitgliedermagazin.
Zuletzt eröffnete ich mir als Leiter Kommunikation beim Verband der Museen der Schweiz beruflich noch einmal ein völlig neues Feld, das mir privat aber schon immer sehr am Herzen liegt: die Kultur. Mit mehr als 1000 einzelnen Institutionen verfügt die Schweiz über die höchste Museumsdichte der Welt. Diese kulturelle und thematische Vielfalt ist nicht nur sehr bereichernd, sondern aus kommunikativer Sicht auch eine spannende Herausforderung.
Vermutlich ist es nur konsequent, dass mich mein Weg nach all diesen Stationen nun in die Selbstständigkeit geführt hat. Ein großer Schritt ist es auf jeden Fall. Ich freue mich sehr und bin dankbar über die vielen tollen Aufträge und Anfragen, die ich bereits erhalten habe und ich blicke mit grosser Vorfreude auf Alles, was in den nächste Jahren noch kommt.
